Latest news

Die Saison war turbulent, wir alle haben Corona und Ukraine mitgespürt, und oft fällt es schwer, die positiven Folgen solcher Ereignisse zu sehen. Try again, fail again, fail better, sagte Beckett, dem kann ich nur zustimmen. Mitte Juni debütiere ich als Autor für Freilichtsommertheater im wunderschönen Melk mit dem Auftragswerk Nero – Er wollte doch nur spielen. Im August bin ich mehrfach im Festival Hin und Weg im wunderbaren Litschau mit einer Lesung und zwei Stückeinrichtungen. Und im September beginnt die Saison am Schauspielhaus Salzburg mit meiner Neufassung von Mary Shelleys Frankenstein. Zahlreiche Chancen, besser zu scheitern, auf die ich mich alle freue.

Au terme d’une saison turbulente marquée par le covid et l’Ukraine, difficile parfois de trouver des raisons d’etre optimiste. Comme disait à juste titre Beckett: Try again, fail again, fail better. Depuis mi-juin, ma pièce sur Néron est présentée dans le cadre des Sommerspiele de Melk (une scène de 500 places à ciel ouvert, avec vue sur l’un des plus beaux monastères bénédictins au nord des Alpes), en août je suis invité au jeune et pétillant Festival Hin und Weg à Litschau, et septembre verra la création de ma réécriture de Frankenstein de Mary Shelley, que je mets également en scène. Moult occasions donc d’échouer mieux, je me réjouis déjà.

 


WAS KOMMT / PRODUCTIONS FUTURES:


NERO – Er wollte doch nur spielen

von Jérôme Junod (Uraufführung)

(Daniela Matejschek)

Der schillerndste Kaiser der römischen Geschichte lässt bis heute keinen kalt: Künstlernatur, Philosophenschüler, Brandstifter, Mutter- und Gattinenmörder, Christenverfolger, Stadterneuerer, viel wurde über Nero erzählt und kolportiert. Die Sommerspiele Melk wagen sich an die brenzlige Materie und ich lasse meiner Vorliebe für dysfunktionale Machtverhältnisse und Philosophen in der Krise freien Lauf ..

Mit Maxi Blaha, Claudia Carus, Kajetan Dick, Julia Jelinek, Thomas Kamper, Benjamin Kornfeld, Sebastian Pass und Sophie Prusa

Regie: Alexander Hauer
Bühne: Daniel Sommergruber
Kostüme: Julia Klug
Musik: Jakob Kammerer
Maske: Beate Lentsch-Bayer
Dramaturgie: Olivia Scarr

Premiere am 15. Juni 2022, Sommerspiele Melk (AT)
Weitere Vorstellungen:
14., 15., 22., 28. und 30. Juli 2022


FRANKENSTEIN

von Jérôme Junod nach Mary Shelley (Uraufführung)

(Foto Chris Rogl)


Der romantische Horrorklassiker über wissenschaftliche Hybris und die verheerende Folgen des Ausgestoßenseins begleitet mich seit Jahren. Nun habe ich meine eigene Bühnenfassung aus Shelleys Roman erarbeitet und werde die Saison 22-23 am Schauspielhaus damit eröffnen, mit der musikalischen Live-Unterstützung des wunderbaren Barden Bernhard Eder

Mit Antony Connor, Wolfgang Kandler, Hussam Nimr, Magdalena Oettl, Olaf Salzer, Petra Staduan und Paul Andre Worms

Regie: Jérôme Junod
Bühne: Isabel Graf
Kostüme: Antoaneta Stereva
Musik: Bernhard Eder

Premiere am 17. September 2022, Schauspielhaus Salzburg (AT)
Weitere Vorstellungen:
19., 20., 22., 26. und 28.
September 2022
sowie 2., 4., 5., 8., 10., 11., 12., 14., 15., 16., 18., 21., 22. und 24. Oktober 2022


WAS WAR / PRODUCTIONS PASSÉES:

ARTUS, LETZTE SCHLACHT

von Jérôme Junod

(Foto Jan Friese)

Die Geschichte eines Königs, der nichts dafür tat, auf den Thron zu steigen, und in einer kriegerischen Welt versucht, das Richtige zu machen – Scheitern inklusive. Ein Stückauftrag vom Schauspielhaus Salzburg.

“Jérôme Junod hat Humor.” (Nachtkritik)

“Langweilig war’s nicht.” (BR 24)

“Diese humorvolle, optisch und sprachlich ganz außerordentliche Inszenierung habe ich wirklich genossen. Ein großartiger Theaterabend, den man sich nicht entgehen lassen sollte.” (Dorfzeitung)

Trailer


DANTONS TOD

von Georg Büchner

Büchners epochale Auseinandersetzung mit Revolution, Verantwortung, Tugendterror und den letzten Dingen als jenseitiges Kammerspiel für vier grandiose Schauspielerinnen.

(Foto Andrea Klem)

«Kann so eine Quote gut gehen? Ja. Das Premierenpublikum applaudierte minutenlang. Zurecht.»  (Die Presse)

«Dantons Tod. Narren, Schurken, Engel‘ (…) ist alles andere als ein alter Zopf. Es stellt die immer aktuellen Fragen nach Idealen, Menschlichkeit, nach Macht und Rivalität und ist dennoch imstande, starke Emotionen auszulösen. Ein ‚must-see‘ in den Kasematten in Wiener Neustadt.» (European Cultural News)

«Die Inszenierung besticht durch die Präsenz der Schauspielerinnen, ausgefallene Licht-Technik und die ungewöhnliche Inszenierung mit vier Frauen. Fazit: Packende Neuinterpretation eines Klassikers – mit vier Frauen in allen Rollen.» (NÖN)

Mit Nina C. Gabriel, Judith Richter, Petra Staduan und Isabella Wolf

Regie: Jérôme Junod & Anna Maria Krassnigg
Raum: Andreas Lungenschmid
Kostüm: Antoaneta Stereva
Musik: Christian Mair
Lichtdesign: Lukas Kaltenbäck
Maske: Henriette Zwölfer
Bühnenmeister: Christoph Wölflingseder
Abendspielleitung: Marie-Therese Handle-Pfeiffer
Dramaturgie: Marie-Therese Handle-Pfeiffer

Premiere am 17. September 2021, Kasematten Wiener Neustadt (AT)


HERR GRILLPARZER FASST SICH EIN HERZ UND FÄHRT
MIT EINEM DONAUDAMPFER ANS SCHWARZE MEER

von Erwin Riess

(Foto Ludwig Drahosch)

Die humorvolle Annäherungsgeschichte zwischen dem schroffen Nationaldichter und der aufmüpfigen ungarischen Stewardeß, beide auf der Flucht vor einer unerträglichen Umwelt, wurde schon 2015 in Wien und 2016 in Reichenau als musikalische Einrichtung gezeigt. Im Rahmen von “Szene Österreich” und pünktlich zum Grillparzer-Jubiläum zeigen wir das wunderbare Stück in Wiener Neustadt.

“Ein charmant ungleiches Liebestasten, schwelgerisch am Klavier begleitet und stimmig in sich. (…) Da wird manche Stelle gesucht, und Requisiten bleiben der Imagination überlassen. Der Kniff macht wach.” (Der Standard)

“Die zernudelten Skripte in den Händen der Akteure verleihen der kleinen, feinen Nachmittagsvorstellung einen zusätzlichen Charme.” (Falter)

“Wer sich diese Aufführung entgehen lässt, ist selbst schuld!” (European Cultural News)

Mit Saskia Klar und Hort Schily
Am Klavier: Raphaela Schober

Einrichtung: Jérôme Junod
Ausstattung: Lydia Hofmann
Lichtdesign: Lukas Kaltenbäck

Mit freundlicher Genehmigung von Thomas Sessler Verlag, Wien.


AUSSERDEM / MAIS ENCORE:

QU’EST-CE QUE LA DRAMATURGIE?

Après des années passés à expliquer ce que font les dramaturges au théâtre (en particulier germanophone), j’ai conçu et scénarisé une petite vidéo explicative réalisée par la formidable Liliana Dias et incarnée par l’excellent Mathieu Ziegler, avec le concours de collègues admirables.

Mit deutschen und englischen Untertiteln.

Le lien ici.